Sprunghöhe beim Kitesurfen messen: Uhr, Board-Sensor oder RTK?
Jeder Kiter will wissen, wie hoch der letzte Sprung wirklich war. Die Antwort hängt stark davon ab, was misst und wo es sitzt: am Handgelenk, am Board oder am Helm. Dieser Ratgeber erklärt die drei üblichen Verfahren, wie genau sie sind und wie du deine bisherigen Sessions mitnimmst.
1. Uhr- und Handy-Apps
Apps wie Surfr oder die KiteJump-Uhr-App werten die Bewegungssensoren von Uhr oder Handy aus. Aus Absprung, Flugzeit und Beschleunigung schätzen sie, wie hoch du warst. Das ist bequem – die Uhr trägst du sowieso –, bleibt aber eine Schätzung: Die Uhr nennt keine Fehlerspanne, und kleine Sprünge sind für jede Uhr-App schwierig.
2. Board-Sensoren
Geräte wie WOO sitzen am Board und messen dessen Bewegung. Das Board ist ein anderer Messpunkt als Handgelenk oder Kopf – Board- und Uhrwerte desselben Sprungs können sich deshalb unterscheiden, ohne dass einer „falsch“ ist.
3. Satellitenmessung (GNSS) und RTK
Ein GNSS-Empfänger misst die Flugbahn direkt, statt sie zu schätzen. Ohne Korrekturdaten ist die Höhe einer einzelnen Position nur auf etwa 20 cm genau (Median), die senkrechte Geschwindigkeit des Empfängers (Doppler) liefert die Sprunghöhe aber auf etwa 7 cm. Mit RTK-Korrekturdaten einer Referenzstation ist die Höhe auf etwa 2–3 cm genau.
Genauigkeit im Überblick
| Verfahren | Messpunkt | Genauigkeit der Höhe |
|---|---|---|
| Uhr- / Handy-App | Handgelenk / Tasche | Schätzung ohne Fehlerangabe; kleine Sprünge unsicher |
| Board-Sensor (z. B. WOO) | Board | Schätzung aus der Boardbewegung |
| GNSS ohne Korrektur (Doppler) | Helm / Körper | ca. 7 cm gegenüber RTK (Median, 15 Sprünge) |
| GNSS mit RTK | Helm / Körper | ca. 2 cm (Fix), 3 cm (Float), Median |
GNSS- und RTK-Werte: eine echte KiteJump-Session mit RTK-Empfänger, vom Empfänger geschätzte Höhengenauigkeit je Messpunkt. Höhenkurven und 3D-Flugbahnen dieser Sprünge zeigt die Sensor-Seite.
Werte fair vergleichen
- Nur Sprünge derselben Session vergleichen – Wind, Kite und Spot ändern alles.
- Die Flugzeit ist leichter zu messen als die Höhe. Weichen zwei Geräte bei der Höhe ab, zuerst die Flugzeit ansehen.
- Board, Handgelenk und Helm bewegen sich im Sprung unterschiedlich – ihre Höhen unterscheiden sich schon deshalb.
Surfr- und WOO-Sessions mitnehmen
Beim Wechsel musst du nicht bei null anfangen. KiteJump importiert FIT-Dateien aus Garmin Connect, auch Surfr-Aufnahmen von der Garmin-Uhr und WOO-Sessions, die über Garmin aufgezeichnet wurden, und zeigt jeden Sprung mit Höhe, Flugzeit und Weite auf der Karte und als 3D-Flugbahn – kostenlos und ohne Werbung.